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Kendo
Kenjyutsu Machidojo in Japan
Durch Iai übten die Samurai-Krieger die Handhabung von scharfen Schwertern. Aber um kämpferische Tugenden wie Mut und Entschlossenheit zu lernen, muß man tatsächlich kämpfen. Zu diesem Zweck entwickelten die Samurai-Ausbilder eine Kampfart mit Schutzpanzern und Bambusschwertern, Kendo genannt. Hier benutzt der Krieger nicht einen bewegungshemmenden Vollpanzer wie in der Schlacht, sondern eine Ausrüstung, die nur die idealen Ziele geschützt anbietet. Diese Ziele sind Kopf, Brust, Hals und Arm. Wer diese Ziele zuverlässig treffen kann, kann alles treffen. Im Kendowettkampf gewinnt derjenige, der zuerst zwei von diesen Punkten trifft. Aber Wettkampf ist nur ein kleiner Teil von der Kendo-Übung. Viel wichtiger ist der normale Zweikampf im Dojo, wodurch man lernt, in freiem Vollkontaktkampf als wichtigstes Prinzip einen entschlossenen, mutigen Angriff in richtigem Timing, mit richtigem Abstand und mit richtiger Technik auszuführen. Besonderheiten in unserem DojoIn unserem Dojo wird nicht modernes Sport-Kendo geübt, sondern es wird frei gekämpft wie in Japans Feudalzeit, wobei alle möglichen Angriffe und Wurftechniken erlaubt sind. Schüler dürfen erst dann kämpfen, nachdem sie eine technische Ausbildung absolviert haben und ihre Fähigkeiten durch drei verschiedene Prüfungen bewiesen haben. Die Gruppen sind klein (zwischen fünf und fünfzehn Schüler), wodurch alle Teilnehmer intensiven, individuellen Unterricht erhalten. Da Anfänger noch intensiver betreut werden gibt es kein kostenloses Probetraining (man darf jedoch jederzeit dem Übungsbetrieb zuschauen). Gleichzeitig können Anfänger jederzeit einsteigen, da sie individuell unterrichtet werden. Auch Privatunterricht ist möglich. Da wir an echter Schwertkampffähigkeit interessiert sind, werden in unserem Dojo die Teilnehmer ermutigt, folgende sonst seltene Techniken anzuwenden: Nagawaza (Wurftechniken), Debanatsuki (eher auf den Do als auf den Hals gerichtet) und Yokomen zu beiden Seiten des Kopfes. Andererseits sind aber sowieso nutzlose Techniken, wie z.B. den ausgerüsteten Gegner mit Hand- oder Fußtechniken zu schlagen oder zu stoßen, verboten. Auf keinen Fall ist eine echte Verletzung des Trainingspartners ein erwünschtes Ziel. Das Hauptziel des Unterrichts ist die Selbstentwicklung des Übenden in altbuddhistischer/taoistischer Tradition. Er enthällt kein streben nach Pokalen, kein Militarismus, keine Schlägerei oder Esoterik. Vielmehr wird die disziplinierte Arbeit an kampfechter, praktischer Technik gefördert. Dadurch ist es möglich, Kampfgeist, Mut und Entschlossenheit aufzubauen. Auch Konzentrationsfähigkeit und Durchhaltevermögen werden im Unterricht gefördert - Fahigkeiten, die jedem im Leben zugute kommen können. Zuschauer und Anfänger sollen versuchen, sich an die Unterrichtsatmosphäre anzupassen. Die intensive Arbeitsstimmung soll durch Stille von den Zuschauern unterstützt werden. Für Fragen ist die Zeit vor oder nach dem Unterricht bestimmt. Bitte während des Unterrichtes nicht reden. |