AktuellesAikido Kendo Iaido Galerie Training Kontakt Links Login |
Iaido
Hasso Barai, durchgeführt von Helga Preston (3. Dan)
Die Samurai-Krieger hatten zwei Möglichkeiten, ihre Schwertkampffähigkeiten auszubilden: durch Übungskämpfe mit Bambusschwertern, Kendo genannt, und durch technische Übungen allein mit scharfen Schwertern, Iaido genannt. In Iaido-Übungen wird das Schwert zu einer Angriffs- oder Abwehrtechnik gezogen, gefolgt von mehreren anderen Techniken, manchmal gegen einen, manchmal gegen mehrere Gegner. Anschließend wird das Schwert gereinigt, dann wieder in seine Scheide zurückgesteckt. Durch diese Kataübungen wird nicht nur technisches Können geübt, sondern auch die Entwicklung von starkem Ki oder Kampfgeist ermöglicht. In der modernen Zeit, wo Schwertkampf nicht mehr ausgeübt wird, ist diese geistige Entwicklung zum Hauptzweck geworden. Japanische Lebenswege sind sehr stark vom Zenbuddhismus beeinflußt. So findet man in Teezeremonie, Ikebana und in Iaido als Grundprinzip volle Konzentration in schlichtem, einfachem und perfektem Bewegungsablauf. In Iaido zwingt die Verletzungsgefahr durch das scharfe Schwert das Konzentrationsniveau zu einer sonst schwer erreichbaren Höhe. In den meisten Iai-Schulen im heutigen Japan wird so sehr Wert auf die seelische Übung gelegt, daß allzu häufig die Bewegungen selbst nicht mehr kampfecht sind. Es wird sogar im Sitzen geübt, um den Bewegungsablauf "interessanter" zu machen. In starkem Kontrast dazu steht die in unserem Dojo praktizierte Tanaya-Schule von Iaido. Der Polizeiausbilder von Tokio, Tanaya Masami, lehrte Iai wie in der Zeit der Samurai: aufrechtstehend, schnell, dynamisch und kampfecht. Besonderheiten in unserem DojoDer Unterricht findet in einer kooperativen, unterstützenden Atmosphäre mit Respekt für jeden Teilnehmer statt. Die Gruppen sind klein (zwischen fünf und fünfzehn Schüler), wodurch alle Teilnehmer intensiven, individuellen Unterricht erhalten. Das Hauptziel des Unterrichts ist die Selbstentwicklung des Übenden in altbuddhistischer / taoistischer Tradition. Er enthält kein Streben nach Pokalen, kein Militarismus, keine Schlägerei oder Esoterik. Vielmehr wird die disziplinierte Arbeit an kampfechter, praktischer Technik gefördert. Dadurch ist es möglich, Kampfgeist, Mut und Entschlossenheit aufzubauen. Auch Konzentrationsfähigkeit und Durchhaltevermögen werden im Unterricht gefördert - Fahigkeiten, die jedem im Leben zugute kommen können. Zuschauer und Anfänger sollen versuchen, sich an die Unterrichtsatmosphäre anzupassen. Die intensive Arbeitsstimmung soll durch Stille von den Zuschauern unterstützt werden. Für Fragen ist die Zeit vor oder nach dem Unterricht bestimmt. Bitte während des Unterrichtes nicht reden. Anfänger können sich zu jeder Zeit melden, da sie individuell unterrichtet werden. Privatunterricht möglich. |